Marmor, Travertin & Co. – die richtige Pflege für Kalksteinböden

Böden aus Kalkstein versprühen einen ganz besonderen Charme – bekannt seit der Antike und gemacht für die Ewigkeit. Damit der Kalksteinboden dauerhaft ansehnlich bleibt, sollte er jedoch mit Vorsicht behandelt werden. Wir geben einige Pflegetipps und zeigen, wie auch schwere Möbel dem Naturstein nichts anhaben können.

Kalkstein: Ein Baustoff mit Tradition

Kalkstein ist in der europäischen Architektur ein Baustoff mit langer Tradition, die zurück bis in die Antike reicht. Wer erleben will, wie Kalksteinböden die Zeit überdauern und dabei zeitlos schön bleiben, bekommt gerade im Mittelmeerraum reichlich Gelegenheit dazu – von antiken Tempelanlagen über prachtvolle Herrenhäuser bis hin zu öffentlichen Plätzen. Doch auch hierzulande ist Kalkstein in Kirchen, Schlössern, Museen und öffentlichen Gebäuden allgegenwärtig.

In den heimischen vier Wänden galt Kalkstein seit jeher als Privileg einer Minderheit und verlor nach dem Aufkommen moderner und günstiger Baustoffe zunehmend an Bedeutung. Der seit einigen Jahren anhaltende Trend zur Rückbesinnung auf traditionelle und nachhaltige Baustoffe rückt jedoch auch Kalkstein wieder verstärkt in den Fokus privater Bauherren.

Unterschiede bei Kalkstein, Marmor und Travertin

Ob als Bodenbelag oder Wandverkleidung, in Bädern, auf Treppen oder der Terrasse: der Anwendungsbereich von Kalkstein ist groß, ebenso wie die optische Vielfalt der Kalksteinarten. Genaugenommen bezeichnet der Begriff „Kalkstein“ den klassischen, meist hellen Kalkstein mit weichen Strukturen und homogener Farbgebung. Geologisch betrachtet zählen jedoch auch weitere Natursteine wie Travertin oder Marmor zu den Kalksteinen.

Zwar handelt es sich bei Marmor um umgewandelten Kalkstein, der durch große Hitze und Druck im Erdinneren kristalline Strukturen ausgebildet hat. Was die Pflege betrifft, sind sich Marmor und Kalkstein jedoch weiterhin sehr ähnlich. Gleiches gilt für Travertin, der in Süßwasserquellen als Quellkalk entsteht und eine charakteristische, offenporige Struktur aufweist.

Säurehaltiges greift Kalkstein an

Mit einem Boden aus Kalkstein entscheidet man sich einerseits für einen pflegeleichten, auf der anderen Seite jedoch sehr empfindlichen Bodenbelag, der die falsche Behandlung selten verzeiht. Ist ein Kalksteinboden einmal verkratzt, verfärbt, oder weist matte Stellen auf, ist eine aufwendige und kostspielige Renovierung meist unumgänglich.

Kalkstein ist sehr säureempfindlich und reagiert auf Kaffee, Wein, Cola oder Säfte schnell mit Verfärbungen. Auch falsche Reiniger auf Basis von Zitronen- oder Essigsäure sind Gift für den Kalksteinboden. Gerade auf polierten Natursteinen kommt es hier schnell zu Verfärbungen oder matten Stellen. Ratsam ist daher eine fachgerechte Imprägnierung des Bodens. Die Reinigung sollte nur mit klarem Wasser oder speziellen Reinigungsmitteln erfolgen. Trockenes Nachwischen verhindert die Entstehung von Wasserflecken.

Mechanische Belastung: Filzgleiter schützen Kalkstein

Ebenfalls empfindlich reagiert Kalkstein auf mechanische Belastungen durch Schmutz, festes Schuhwerk und bewegte Möbel. Der Boden sollte daher regelmäßig mit einer weichen Bürste gesaugt und nach Möglichkeit mit weichen Filzpantoffeln begangen werden. Gegen die Belastung durch bewegte Möbel wie Stühle und Tische helfen dagegen Filzgleiter oder weiche Kunststoffgleiter.

Durch die Filzgleiter wird die Reibung zwischen Stuhlbeinen und Boden herabgesetzt, sodass die Stühle sich leicht verschieben lassen und auf dem Boden keine Kratzer hinterlassen. Die Möbelgleiter sorgen zudem dafür, dass weniger Geräusche beim Verschieben der Möbel entstehen, welche bei harten Natursteinböden sonst sehr lästig werden können.

Sollten Sie Fragen zum Einsatz von Filzgleitern auf Kalksteinböden haben oder Entscheidungshilfe benötigen, hilft unser Service-Team gern weiter und findet auch für Ihren Boden den richtigen Gleiter.

Möbelgleiter unter Eckbänken – so schützen Sie Ihren Küchenboden

Bei Eckbänken im Essbereich denken viele nicht an Möbelgleiter. Unter unbewegten Möbeln sei dies schließlich nicht nötig. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Wird die Eckbank nach Jahren gewechselt, erlebt man oft eine böse Überraschung. Ratsam ist es daher, frühzeitig an den Schutz des Bodens zu denken und mit Möbelgleitern Kratzern und Druckstellen vorzubeugen.

Eckbänke und die unbemerkte Gefahr

Eckbänke sind seit jeher ein beliebtes Mittel, um auf geringen Raum viel Platz zum Sitzen zu schaffen. Meist kommen die cleveren Raumwunder in Küche, Diele oder Sitznischen zum Einsatz und werden nur in Ausnahmefällen bewegt. Teils sind sie sogar fest mit der Wand verschraubt, um Wackeln oder ständigen Wandanschlägen vorzubeugen.

In der Wahrnehmung gelten sie daher als unbewegte Möbel, für die sich die Anschaffung spezieller Möbelgleiter nicht lohnt. Dass diese Einschätzung trügerisch ist, zeigt sich oft erst nach Jahren des Gebrauchs und teils mit dramatischen Folgen. Wird die Eckbank entfernt oder ersetzt, offenbaren sich je nach Bodenbelag tiefe Druckstellen oder kreisrunde Scheuerstellen. Sofern die neuen Möbel diese nicht verdecken, kann der Boden dann gleich mit ausgetauscht werden.

Eckbänke vermitteln trügerische Sicherheit

Die Fehleinschätzung beginnt mit dem trügerischen Bild, dass unbewegte Möbel keine Gefahr für den Boden darstellen. Denn erstens können auch Kommoden, Schränke oder Sideboards auf PVC oder weichen Holzböden Druckstellen hinterlassen. Folgenreicher ist allerdings der Trugschluss, dass Eckbänke sich nicht bewegen würden.

Selbst bei fest montierten Sitzflächen sind die Standfüße ständig wechselnden Belastungen ausgesetzt, die sich in kaum wahrnehmbaren Bewegungen äußern. Diese dauerhaften Krafteinwirkungen sorgen gerade in stark frequentierten Essbereichen dafür, dass Kratzer unter den Füßen entstehen, die sich irgendwann zu unübersehbaren Scheuerstellen ausweiten.

Langzeitschutz für den Küchenboden

Wer nicht schmerzhaft eines besseren belehrt werden möchte, sollte daher bereits bei der Montage der Eckbänke an die Zukunft denken und die Standflächen mit hochwertigen Möbelgleitern bestücken. Mit Wegwerfartikeln vom Wühltisch spart man jedoch am falschen Ende. Unter den sperrigen und teils fest montierten Eckbänken werden die Möbelgleiter in der Regel nicht erneuert und müssen daher über Jahre zuverlässige Dienste leisten.

Aus guten Gründen bieten sich daher robuste Kunststoffgleiter an. Diese sind auch unter stetiger Druckbelastung formbeständig, und vertragen im Gegensatz zu Filz auch Nässe. Da gerade in der Küche immer mal etwas umgeschüttet wird, ist man mit Kunststoffgleitern auf der sicheren Seite. Denn Filz kann durch Kontakt mit Flüssigkeiten verhärten und seine Schutzfunktion nicht mehr im vollen Umfang ausüben.

Filzgleiter eher in Ausnahmefällen

Filzgleiter bieten sich daher nur dann an, wenn es die spezifischen Eigenschaften des Bodenbelags sinnvoll erscheinen lassen. So schützt die weiche, flexible Filzoberfläche auf PVC-Böden besser vor Druckstellen als Gleiter aus Kunststoff. Und für empfindliche Holzböden sind Kunststoffgleiter bisweilen zu hart.

Es gilt daher, die Vor- und Nachteile genau abzuwägen. Bei Filzgleitern ist es jedenfalls ratsam, die Mehrarbeit in Kauf zu nehmen und beizeiten Kontrollen durchzuführen beziehungsweise diese bei Bedarf zu wechseln. Dann kann der Boden auch mehrere Eckbänke schadlos überstehen.

Terrassendielen aus WPC – was Sie beachten sollten!

WPC im Schnitt vor der Montage.

Holzdielen aus  im Außenbereich sind vielen zu witterungsempfindlich und pflegeintensiv. Immer mehr Kunden entscheiden sich daher auf Balkon, Terrasse und im Garten für sogenannte WPC Dielen. Der Verbundwerkstoff besteht zwar zum Großteil aus Holz, ist aber robust und benötigt keine besondere Pflege. Doch auch bei WPC gibt es große Qualitätsunterschiede.

WPC-Böden: Robuste Alternative zu Echtholz

WPC Terrassendielen haben sich in den letzten Jahren zu einem wahren Verkaufsschlager entwickelt. Für Freunde von Holzböden stellt der Komposit-Werkstoff eine echte Alternative zu Vollholzdielen aus Douglasie oder Bangkirai dar, die wegen der Gefahr von Schimmel, Schädlingsbefall oder Rissen regelmäßige Nachbehandlungen benötigen, um dauerhaft schön zu bleiben.

Dabei bestehen WPC Dielen selbst größtenteils aus Holz. WPC steht für Wood-Plastic-Composite, also Holz-Plastik-Verbundwerkstoff. Holzfasern und -mehl werden mit verschiedenen Polymeren, Farbpigmenten, Bioziden und weiteren Additiven gemischt, erhitzt und in Form gegossen. Dadurch entsteht ein Werkstoff, der deutlich stabiler und natürlicher ist als Kunststoff, dabei aber robuster, maßhaltiger und witterungsbeständiger als Holz.

Vorteile und Nachteile von WPC

Der große Vorteil der Dielen liegt im geringen Pflegeaufwand. Eine regelmäßige Feuchtreinigung genügt. Zusätzliche Pflege oder Nachbehandlungen mit Öl oder Lasur sind nicht nötig. Trotzdem ist WPC äußerst farbecht und neigt weniger zum Vergrauen oder Aufhellen als Holz. Die Dielen splittern nicht, sind rutschhemmend und selbst im nassen Zustand problemlos barfuß begehbar. Nicht zuletzt überzeugen WPC Dielen durch ein riesiges Farbangebot sowie zahlreiche verschiedene Profilierungen.

All diese Vorteile können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass WPC optisch nicht an Holz herankommt. Obwohl Trittgefühl, Haptik und Erscheinungsbild der beiden Werkstoffe sich ähneln und beschichtetes WPC mittlerweile sogar Maserungen imitiert,  bleibt der Unterschied bei genauem Hinsehen unverkennbar. Letztlich bleibt dies aber Geschmacksache. Ein klarer Nachteil ist dagegen, dass die Dielen unter Sonneneinstrahlung sehr heiß werden kann, was bei Holz nicht der Fall ist.

Qualitätsunterschiede bei WPC Dielen

Die Qualitätsunterschiede bei sind enorm. Beim Kauf sollte vor allem beachtet werden, ob es sich um massive Vollprofile handelt oder sogenannte Hohlkammerprofile, die zwar leichter sind, jedoch weniger stabil und von geringerer Lebensdauer. Handelt es sich außerdem um beschichtetes WPC, ist von Bedeutung, ob der zusätzliche Schutzmantel rundum aufgebracht ist und kein Holzmehl beinhaltet. Minderwertige Beschichtungen können abblättern und schaden mehr als sie nutzen.

Das Herkunftsland ist ebenfalls wichtig. Billiges WPC aus Fernost hat oft nichts mit den positiven Eigenschaften von WPC gemein. Häufig werden hier statt Holz Bambus oder Pflanzenfasern verwendet oder Mineralien beigemengt. Achten Sie daher beim Kauf auf das Gütesiegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe, das WPC-Dielen unter verschiedenen Qualitätskriterien betrachtet und auch Aspekte der Nachhaltigkeit einbezieht.

WPC Möbelgleiter – Schutz für eine lange Lebensdauer

Gutes Vollprofil-WPC wird mit einer Lebensdauer von bis zu 25 Jahren angegeben. Damit solche Werte tatsächlich erreicht werden, lohnt es sich, in hochwertige Möbelgleiter für den Außenbereich zu investieren, welche die Oberfläche schützen und Kratzer vermeiden. Solche Kratzer sehen nämlich nicht nur unschön aus, sondern sind ein Einfallstor für Feuchtigkeit und damit verbundene Schäden.

Ein weiterer Vorteil von Möbelgleitern ist das einfache und geräuscharme Verschieben der Gartenmöbel, das auf dem rutschhemmenden Boden sonst nicht ohne Weiteres möglich wäre. Möbelgleiter für den Außenbereich sind meist aus robustem Kunststoff gefertigt und gewährleisten eine lange Lebensdauer. Unser Service-Team berät Sie gern, welche Gleiter zu Ihrem Boden und Ihren Gartenmöbeln passen.