Der Victoria Ghost – ein Design-Klassiker von Philippe Starck

Ein Möbel gewordenes Kunstwerk: Im Victoria Ghost vereint der französische Star-Designer Philippe Starck hochviktorianische Eleganz und modernes Material. Hier erfahren Sie mehr über den noch jungen Stuhl-Klassiker.

Ein im Wortsinn geistreicher Stuhl: Das ist der Victoria Ghost des französischen Star-Designers Philippe Starck. Schon heute gilt dieses Möbelstück gewordene Kunstwerk als Design-Klassiker. Starck vereint im Victoria Ghost zeitlose, hochviktorianische Eleganz mit moderner Transparenz, was ihm seine namensgebende, geisterhafte Erscheinung verleiht. Gefertigt aus Polykarbonat in der renommierten italienischen Möbelschmiede Kartell, eignet sich dieser robuste, witterungsbeständige Stuhl für den Einsatz im Innen- wie Außenbereich.

Die „Ethik des Weglassens“

Der Victoria Ghost ist in zahlreichen Farbvariationen zu haben, stapelbar und kommt bei einer Sitzhöhe von 47 Zentimetern ohne Armlehnen daher – anders als sein „großer Bruder“ Louis Ghost. Wer einen sein Eigen nennen will, muss bereit sein, einen niedrigen dreistelligen Betrag zu investieren. Besonderer Hingucker des im Jahr 2005 erschienenen Victoria Ghost ist sicherlich die nach innen gewölbte Rückenlehne in ovaler Medaillon-Form – ein stilbildendes Element der Rokoko-Einflüsse im hochviktorianischen Zeitalter (ca. 1850 – 1875).

Dieser Stil wurde im Wesentlichen durch die Londoner Weltausstellung im Jahr 1851 geprägt: Die Möbel der Zeit wurden leichter, von allzu pompösen Verzierungen befreit und handwerklich besser verarbeitet. Philippe Starck nahm diesen Ansatz in dem sehr reduzierten Design nur zu gern auf und verlieh dem Victoria Ghost so seinen geradezu minimalistischen Anstrich. Starck erhebt das Prinzip der Reduktion zur Kunst, meidet unnötiges Dekor, folgt der „Ethik des Weglassens“, wie ihn der Axel-Springer-Verlag in seinem „World Luxury Guide“ 2007 zitierte.

Von der Zitronenpresse bis zur Computermaus

Nicht nur in der Welt der Möbel hat sich Philippe Starcke einen Namen gemacht. Eines seiner wohl bekanntesten Designs ist die raketenförmige Zitronenpresse „Juicy Salif“, die 1990 Marktreife erlangte. Künstlerischer Ziehvater und Mentor Philippe Starcks ist kein geringerer als die französische Mode-Ikone Pierre Cardin. Starck übernahm 1971 im Alter von nur 22 Jahren die künstlerische Leitung in Cardins Pariser Studio, ehe er 1980 seine Firma „Starck Designs“ gründete. Zu Weltruhm brachte Starck es schließlich 1982, als er die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten Francois Mitterand im Élyssée-Palast gestaltete. Ebenfalls weltberühmt: sein 1984er Innendesign für das mittlerweile geschlossene Café Costes in Paris.

Überhaupt lässt sich Starcks Wirken auf kein Metier beschränken. In eine Schublade gesteckt zu werden, scheint dem eigenwilligen Franzosen zutiefst zuwider. Für den Sportartikelhersteller Puma entwarf er Badelatschen, für Aprilia ein Motorrad und für Microsoft eine Computermaus. Über einen möglichen Austausch mit anderen Künstler-Kollegen sagte er dem Fachmagazin designboom in einem Interview im Jahr 2005 eher lapidar: „Ich interessiere mich nicht für andere Designer“.

Ein großes mediales Echo zog 2012 sein Rechtsstreit mit der Familie des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs nach sich:  Die für und mit Jobs entworfene Luxusyacht Venus, die ein Jahr nach dessen Tod fertiggestellt wurde und dabei 105 Millionen Euro verschlang, hatte Starck vorübergehend im Hafen von Amsterdam beschlagnahmen lassen  – weil er von Jobs Erben weitere drei Millionen Euro an Honararzahlungen einforderte. Gegen Zahlung einer Kaution durch Jobs Nachlassverwalter wurde die Yacht schließlich wieder freigegeben. Eher untypisch für den so ausdrucksstarken Star-Designer Starck: Über die Höhe der Summe wurde damals Stillschweigen vereinbart.

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