Ludwig Mies van der Rohe und die Erfindung des Freischwingers

Ludwig Mies van der Rohe zählt zu den bekanntesten und bedeutendsten Vertretern der Avantgarde-Architektur. Für den Architekten spielten aber nicht nur Bauwerke eine Rolle, auch in Punkto Möbeldesign galt er als Vorreiter der Moderne – wie seine berühmten Freischwinger zeigen.

Eine neue Wohnkultur

Als im Juli 1927 in Stuttgart die Weißenhofsiedlung präsentiert wurde, stellte Mies van der Rohe erstmalig seinen Freischwinger MR 20 in der Öffentlichkeit vor. Unter der Leitung von Mies van der Rohre waren dort in 21 Monaten 21 Häuser entstanden, ein Konzept völlig neuer Wohnkultur.

Die Häuser waren lichtdurchflutet und schnörkellos. In den Innenräumen suchte man klobige Holzmöbel und Spitzendeckchen vergebens, stattdessen waren die Wände kahl und die Möbel aus Stahlrohr. Darunter natürlich auch der MR 20. Der MR 20, auch bekannt als Weißenhof Stuhl, war wegweisend, denn er war das erste Stuhlmodell ohne Hinterbeine.

Wer hat’s erfunden?

Macht das Ludwig Mies van der Rohe damit zum Erfinder der Freischwinger? Nicht ganz, denn bereits ein Jahr zuvor, 1926, entwickelte der Architekt Mart Stam einen Stuhl ohne Hinterbeine. Dieses Modell beruhte allerdings auf einer recht starren Rohrkonstruktion und wurde nicht öffentlich vorgestellt.

Das Freischwinger-Modell von van der Rohe hingegen besaß eine viel größere Elastizität und ein viel eleganteres Design. Die Frage der Urheberschaft beschäftigte in den folgenden Jahren so manches Gericht. Bis heute ist die Frage unter Kunsthistorikern umstritten. So oder so, der Freischwinger ist als Stuhlmodell nicht mehr wegzudenken.

Eine gelungene Konstruktion

Wie funktioniert so ein Stuhl ohne Hinterbeine überhaupt? Über die Spannung in den Vorderbeinen wird die entstehende Kraft auf die Bodenkufen umgeleitet. Die langen Kufen, die bis zum Ende der Sitzfläche reichen, verhindern, dass der Stuhl nach hinten umkippt.

Sobald man sich hinsetzt, geben die Vorderbeine leicht nach, die Sitzfläche senkt sich etwas. So entsteht ein angenehmes Schaukeln. Bewegt man sich während des Sitzens, reagiert der Stuhl federnd. So entsteht ein besonders angenehmes Sitzgefühl.

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