Neue Fliesen für die Terrasse – Warum es sich jetzt mehr denn je lohnt

Bodenbeläge für die Terrasse – die meisten denken da an Pflaster, Steinplatten oder Holzdielen. Dabei sind Fliesen im Außenbereich eine mindestens gleichwertige Alternative. Von mediterran bis modern bieten Fliesen geradezu unbegrenzten gestalterischen Spielraum. Damit sie den Ansprüchen auch gerecht werden, gilt es jedoch einiges zu beachten.

Neue Fliesen für mehr Möglichkeiten

Ob innen oder außen: Die Wahl des richtigen Bodenbelags ist kein Leichtes. Für die einen ist es schlicht eine Glaubensfrage, andere fühlen sich von der Vielfalt des Angebots geradezu erschlagen. Oft geben optische Vorlieben den Ausschlag, und die Ernüchterung folgt auf dem Fuß: Die Pflastersteine sind zu hart, die Betonplatten schlecht zu reinigen, und der Holzboden ist pflegeintensiv oder setzt Grünspan an.

Eine oft verkannte Alternative bieten hier Bodenfliesen für den Außenbereich. Lange Zeit als langweilig oder spießig verschrien, trifft dieses Image auf heutige Keramikfliesen längst nicht mehr zu. Grund hierfür sind verbesserte Herstellungstechniken, die vielfältige Farben, Dekore, Formate und auch Möglichkeiten zum Verlegen bieten. Die Vorteile von Fliesen bleiben dabei auch auf der Terrasse erhalten: Sie sind extrem pflegeleicht, einfach zu reinigen, erlauben eine flache und ebene Nutzfläche, und bieten endlose Gestaltungsmöglichkeiten.

Holz und Beton statt klassisches kaminrot

Damit weder Witterung, Schmutz, noch mechanische Einflüsse den Fliesen etwas anhaben können, ist das Material entsprechend gefordert. Bei Keramikfliesen (in Abgrenzung zu Fliesen aus Naturstein) sollte es mindestens Steinzeug, besser noch Feinsteinzeug sein. Hier besitzt das Material die nötige Härte und Dichte, um draußen zu bestehen.

Die altbekannten, rotbraunen Spaltplatten in Riemchen-Optik werden dabei zunehmend von großformatigen Fliesen in ausgefallenen Farben und Mustern, bis hin zu Dekoren in Holz- oder Betonoptik abgelöst. Durch verbesserte Brenntechniken, Oberflächenbehandlungen und Glasuren lassen sich heute nahezu alle Vorlieben verwirklichen, ohne auf Kosten der Witterungsbeständigkeit und Trittsicherheit zu gehen.

Abriebklassen und Schutz durch Möbelgleiter

Wer mit neuen Fliesen für die Terrasse liebäugelt, sollte sich vor dem Kauf eingängig beraten lassen. Eine erste Orientierung bieten jedoch messbare Kriterien wie Abriebfestigkeit, Wasseraufnahmevermögen und Rutschfestigkeit. So sollten im Außenbereich mindestens Fliesen der Abriebgruppe 3, besser noch 4 oder sogar 5 zum Einsatz kommen.

Fliesen für die Terrasse

Möbelgleiter aus Kunststoff schützen Stühle und Fliesen im Außenbereich.

Je geringer die Abriebklasse, desto höher ist die Gefahr von Kratzern oder Schleifspuren, insbesondere durch Umherrücken der Gartenmöbel und Schmutz zwischen Schuhen und Boden. Letzterer lässt sich schwerlich vermeiden, die Möbel lassen sich hingegen mit passenden Möbelgleitern bestücken. Da Filzgleiter keine Feuchtigkeit vertragen, sollten im Außenbereich möglichst Stuhlgleiter und Möbelgleiter aus Kunststoff zum Einsatz kommen, um Kratzer durch Tische und Stühle zu vermeiden und gleichzeitig den Geräuschpegel zu senken.

Rutschfest im Sommer, frostsicher im Winter

Das Wasseraufnahmevermögen entscheidet hingegen über die Frostsicherheit der Fliesen. Wo viel Wasser eindringen und gefrieren kann, erhöht es auch die Gefahr von Sprüngen oder Abplatzungen. Die Gruppen 1b, besser noch 1a gelten dagegen als frostsicher. Bei der Rutschfestigkeit gilt wiederum: Je höher, desto besser. Klasse R10 oder R11 sollte es schon sein, damit bei Nässe keine Rutschpartie droht.

Vor Projektbeginn lohnt es sich außerdem, neben dem Verlegemuster auch die Unterkonstruktion und Einfassungen der gefliesten Fläche frühzeitig einzuplanen. Fliesen auf der Terrasse erfordern ein massives, versiegeltes Betonfundament, möglichst mit Drainage gegen Staunässe. Und Abschlüsse aus Naturstein können das Gesamtbild noch einmal deutlich heben und das i-Tüpfelchen auf der neuen Terrasse bilden. Fehlen nur noch die passenden Gartenmöbel – aber das ist wieder ein anderes Thema.

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